Historie der Tagesklinik Dr. Schweckendiek
Die Tagesklinik befindet sich in dem Marburger Stadtteil Ortenberg.
Die Stadtteilzeitschrift "Der Ortenberger" schrieb vor Jahren:
"Der Ortenberg ist ohne die Klinik Schweckendiek, die Klinik Schweckendiek ohne den Ortenberg kaum denkbar. Seit über 50 Jahren besteht die Klinik am oberen Blitzweg, wenngleich die Anfänge viel weiter zurückreichen".
Die Anfänge der Klinik gehen auf den Facharzt Karl August Schweckendiek, geboren 1861 in Ärzen bei Hameln zurück.
Im Jahre 1907 ließ er sich als Hals-Nasen-Ohrenarzt in Marburg nieder. Er betreute damals ein Einzugsgebiet zwischen Laasphe, Treysa und Ziegenhain und Marburg.
Der Neubeginn nach dem Kriege erfolgte in der freiwerdenden Bismarckstraße. Wegen Platzmangels wurden in diesen Jahren auch häufig Operationen von Hermann Schweckendiek in der Hals-Nasen-Ohrenklinik oder der Chirurgischen Klinik der Philipps-Universität Marburg vorgenommen. (Kommentar aus heutiger Sicht: Was heute mühsam an Synergieeffekten zwischen stationärer und ambulanter Behandlung erreicht werden soll, war für die Generation unserer Väter eine kollegiale Selbstverständlichkeit).
Wolfram Schweckendiek, Sohn des Hermann Schweckendiek, vergrößerte 1953 mit dem Mittelbau die kleine Klinik am Ortenberg.
Durch einen weiteren Anbau 1961/62 und die Aufnahme des Belegarztes Heinz H. Wagner konnten die 30 vorgehaltenen Betten wirtschaftlich genutzt werden.
Nach dem Tod von Dr. Wagner übernahm Prof. Dr. Horst Ganz dessen Praxis und die Belegbetten in der Klinik Dr. Schweckendiek.
Im Alter von 75 Jahren legte Prof. Schweckendiek die Klinik in die Hände einer GmbH. Nach seinem Ausscheiden wurde keine Spaltenchirurgie mehr durchgeführt. Dies ist um so bedauerlicher, als die von H. Schweckendiek empfohlende Methode heute wieder aufgegriffen wird, nachdem man sich lange Zeit dem sofortigen Verschluß des harten Gaumens zugewandt hatte. "Das umgekehrte Vorgehen, zunächst Verschluß des Weichgaumens, empfahl H. Schweckendiek (1955) unter bewußter Belassung einer Restöffnung im harten Gaumen, ein Vorgehen, daß wir heute wieder aufgegriffen haben" (Deutsches Ärzteblatt 95, Seite A 264, vom 11.09.1998).
Seit 1995 wurde die Klinik als Belegklinik unter der Leitung von Frau Dr. v. Geyr und Dr. Dr. Nölling geführt. Als zugelassene HNO-Belegärzte waren am Hause tätig: Dr. Dr. Nölling, Dr. Longinus, Dr. Schneider, Dr. Schultheis. Die Anästhesie wird von Frau Dr. v. Geyr durchgeführt.
Seit 01.06.2011 wurden die Belegbetten an die Universitäts HNO Klinik abgegeben; seitdem wird die Klinik wird als ambulante operative Tagesklinik geführt.
Ambulant und als konsiliarisch tätige Ärzte arbeiten im Krankenhaus: Dr. Gensch, Hauterkrankungen und Varizen-Chirurgie, U. Hallfeld, Kieferchirurgie und Implantologie, Dr. Klarner, Zahnmedizin und Implantologie sowie PD Dr. Weinel, chirurgische Operationen und die Orthopäden Dr. Hufeland, Dr. Pfeil und Dr. Vaupel.
Im Zuge der Kliniksrenovierung 2002 wurde ein neuer hochmodern ausgerüsteter Operationstrakt mit zwei OP-Sälen, Aufwachraum und Funktionsräumen eingeweiht.
Durch die Schaffung eines Komfortzimmers mit schönem Sanitärraum, TV, DVD-Player sowie Internetanschluss sind wir den gestiegenen Erwartungen unserer Patienten entgegen gekommen.Darüberhinaus wurden weitere exklusive Krankentageszimmer eingerichtet.

